Die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger Neben dem Grundlehrgang ist der “ATEMSCHUTZ” - Lehrgang einer der wichtigsten Ausbildungen  in der Laufbahn eines Feuerwehrmannes.   Der Lehrgang in der Landesfeuerwehrschule dauert drei Tage und neben Theorie  werden viele praktische Übungen durchgeführt. Hierbei wird die  Leistungsfähigkeit durch verschiedene Einheiten wie z.B.: Leitersteigen, am  Laufband gehen, Treppensteigen, Übungsstrecke (Kriechgang) ausgiebig getestet.  Am letzten Tag werden diverse Einsatzübungen im Brandhaus (gasbefeuerte  Anlage) durchgeführt. Hier kann dann das Erlernte in der Praxis bei Temperaturen  um die 200° Celsius angewendet werden.   Theorie:  Wie allgemein bekannt gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Atemgiften, welche in der Umgebungsluft  über die Atemwege und/oder die Haut in den Körper aufgenommen werden und dort schädlich wirken.   Die Gefährlichkeit der Atemgifte ist abhängig von  der Art des Stoffes  der Kontzentration  der Einwirkdauer und  der Menge  Atemgifte können sowohl in baulichen Anlagen, als auch im Freien in Form von  Verbrennungsprodukten wie Brandrauch oder Brandgasen,  aufgewirbelten Stäuben,  Dämpfen, auslaufender oder verdampfender Flüssigkeiten oder  auströmenden Gase auftreten.  An der Einsatzstelle stellt sich häufig das Problem, dass Atemgifte mit den Sinnesorganen nur sehr schwer bzw. gar nicht  wahrgenommen werden können. Sie sind häufig unsichtbar, geruchs- und geschmacklos. Erkennbar ist meist erst die Wirkung,  welche die Atemgifte auf den Menschen haben.   Atemgifte können schwerer oder leichter als Luft sein und wirken verschieden auf den Körper ein  erstickende Wirkung (Stickstoff, Wasserstoff, Methan)  Reiz- und Ätzwirkung (Säuredämpfe, Laugendämpfe, Chlor)  Wirkung auf Blut, Nerven und Zellen (Kohlenmonoxid, Kohlendioxid)  wenngleich sich manche Atemgifte ziemlich fremd anhören, so sind die meisten im Haushalt in einer ungiftigen Dosis vorhanden.  Aufgrund der oa. Erklärung muss sich auch die Feuerwehr gegen Atemgifte schützen. Hierbei gibt es zwei verschiedene  Möglichkeiten.   Umluftabhängige Atemschutzgeräte: Das Filtergerät ist ein von der Umgebungsluft abhängig wirkendes Atemschutzgerät, bei dem die Luft durch einen Filter  strömt, bervor sie eingeatmet wird. Es besteht aus einer Vollmaske und einem eingeschraubten Filter.  Filtergeräte können je nach Filterart bestimmte Schadstoffe aus der Umgebungsluft entfernen. Sauerstoffmangel könne sie  aber nicht beheben. Die Umgebungsatmosphäre muss mindestens 17% Sauerstoff enthalten.   Umluftunabhängige Atemschutzgeräte: Diese Atemschutzgeräte werden in drei Gerätetypen unterteilt  Schlauchgeräte  Regenarationsgeräte  Behältergeräte  Seitens der Feuerwehr Längenfeld werden Schlauchgeräte (gefährlich Stoffe Einsätze) und  Behältergeräte sog. Pressluftatmer eingesetzt. Auf die Letztgenannten bezieht sich die  Atemschutzausbildung.  Der Pressluftatmer ist ein von der Umgebungsluft unabhängig wirkendes Atemschutzgerät. Die vom Atemschutzgeräteträger  benötigte Atemluft wird in Druckflachen (200 bar) mitgeführt und über entsprechende technische Einrichtungen  (Druckminderer, Lungenautomat, Atemmaske,...) dem Geräteträger nach seinem Luftbedarf zugeführt.  Pressluftatmer sind im Bereich der Feuerwehr die am häufigsten eingesetzten Atemschutzgeräte.   Ein Atemschutztrupp besteht grundsätzlich aus drei Feuerwehrmitgliedern. Einer davon ist der Truppführer. Er ist für die  Sicherheit seines Trupps verantwortlich.  Neben der vollständigen und unbeschädigten  Brandschutzbekleidung und dem Atemschutzgerät  gehört zur persönlichen Ausrüstung eines Atemschutzgeräteträgers auch ein Feuerwehrgurt.  Dieser dient zur Verbindung mit einer Rettungsleine zur Sicherung des Rückzugweges.  Weiters sind vom Atemschutztrupp noch folgende Zusatzgeräte mitzuführen:  Atemschutzfunkgerät  Handlampe  Bergetuch (Tragetuch)  Rettungsleine (Rückzugssicherung)  Je nach Erforderniss des Einsatzes können noch weitere Zusatzgeräte wie z.B. Fluchthauben,  Leinensuchsysteme, Abseilgeräte, verschiedene Tragen,... mitgeführt werden.   Atemschutzüberwachung: Bei jedem Einsatz mit Atemschutzgeräten ist eine Atemschutzüberwachung erforderlich. Sie dient zur Unterstützung und  Kontrolle der unter Atemschutz vorgehenden Trupps.  Gefahren im Innenangriff:  Als Atemschutzgeräteträger im Innenangriff ist man einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt.  Besondere Gefahren stellen Flash-Over, Rauchgasdurchzündungen und Rauchgasexplosionen (Backdraft) dar.  Atemschutzuntersuchung: Aufgrund der körperlichen und psychischen Belastung der Atemschutzgeräteträger muss daher besonder fit sein.  abgeschlossener Grundlehrgang  vollendetes 17. Lebensjahr  ärztliche Bescheinigung   körperliche Tauglichkeit 
Letzte Alarmierungen: 05.08.2017, 23:43 VU Fahrzeugabsturz, Sulztal 21.07.2017, 12:55 Wassernotfall Gewässer 23.06.2017, 11:33 Brandmeldealarm, Gemeinde Längenfeld