Gefahrgutbeseitigung Unter Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern versteht man Feuerwehreinsätze, bei denen gefährliche  Stoffe oder Gefahrengutunfälle vorliegen. Es handelt sich also um besondere Einsätze aus dem Bereich der  Technischen Hilfeleistung (THL). Bei entsprechenden Einsätzen gelten aufgrund der besonderen Gefahren  (Explosionsgefahr, Vergiftung, Verätzungen und Kontamination etc.) am Einsatzort besondere Vorschriften.  Auch kleine Mengen von bestimmten Stoffen (z. B. radioaktive oder chemische Stoffe) bedingen einen sehr  großen Aufwand um sie sicher zu bergen und sachgerecht zu entsorgen. Daneben ist unter Umständen nicht  nur eine Dekontamination ("Entseuchung") der direkt mit dem Stoff in Berührung gekommenen Personen und Gegenständen nötig,  sondern auch der ganzen Umgebung. Allenfalls sind auch Erdreich und Gebäudeteile zu entfernen und nach einer Behandlung  fachgerecht zu entsorgen.  Zwei verschiedene Stoffe, die für sich alleine genommen harmlos sind, können eine ganz andere Dimension der Gefährdung  hervorrufen, wenn sie miteinander reagieren. So ist nicht bei allen Stoffen Wasser als Lösch- und Kühlmittel einsetzbar, da es eine  zusätzliche Reaktion hervorrufen könnte. Diese Stoffe sind am X in der oberen Zeile der Gefahrentafel erkennbar.  Bei Unfällen mit Gefahrgut entsteht neben der Gefahr für die Bevölkerung und die Umwelt auch eine  besondere Gefährdung für die Einsatzkräfte. Je nach Stoff kann dies Brand- und Explosionsgefahr  und/oder die Gefahr für Leib und Leben sein (z. B. Vergiftung, Verätzung).  Da nicht alle Stoffe durch die normale Einsatzkleidung zurückgehalten werden, sind für die Abdichtung und  Bergung oft Spezialanzüge (sog. Chemieschutzanzüge) notwendig. Diese haben aus Kosten- und  Unterhaltsgründen nur bestimmte Feuerwehren, welche auch speziell für Gefahrguteinsätze im  Allgemeinen ausgebildet und mit Sondereinsatzmitteln ausgerüstet und im Einsatzgebiet größere Mengen  an Gefahrgut lagern bzw. benutzt und befördert werden.   Ausrüstung  Auch die Feuerwehr Längenfeld besitzt drei Chemieschutzanzüge und ein  Gefahrstoffmessgerät, welche diverse Giftstoffe in der Luft  messen kann. Weiters ist ein Fremdbelüftungsgerät im Einsatz, um die Einsatzdauer bei Gefahrgutunfällen zu verlängern.  Seitens der Leitstelle Tirol wird bei einem Gefahrgutunfall automatisch das nächstgelegene Gefahrgutfahrzeug (GGF) alarmiert,  welches noch eine umfangreichere Ausrüstung mitführt. Ua. Laptop mit Gefahrgutdatenbank, Abpumpgeräte, Dichtmaterial, div.  Behälter, Deko - Straße,…etc.  Auswirkungen von Gefahrgut  Die möglichen Auswirkungen umfassen:  Gesundheitliche Schäden für Menschen und Tiere in der Umgebung der Unfallstelle   Schäden der Umwelt (z. B. Vergiftung von Trinkwasser, Kontamination der Luft, Schäden an  Pflanzen usw.)   Materielle Schäden in der Nachbarschaft   Infrastrukturelle Schäden (blockierte Verkehrswege und dergleichen)  
Letzte Alarmierungen: 28.05.2017, 16:46 Brand im Freien, Oberlängenfeld 22.05.2017, 23:33 Ertrinkungsunfall Gewässer 18.05.2017, 22:11 Brand Bauernhof, Oberlängenfeld