Gründung der Feuerwehr Längenfeld Um eine einheitliche Strukturierung der Feuerbekämpfung  Ende des 19. Jahrhunderts zu gewährleisten, erging 1897 an  die damals 1300 Einwohner zählende Gemeinde Längenfeld  mit ihren 21 Weilern, ein Schreiben des Tiroler  Landesauschusses, dass eine freiwillige Feuerwehr zu  gründen sei. Nach einer Versammlung der Fraktionen Unter-  und Oberlängenfeld wurde Johann KLOCKER als Initiator für  das Anwerben von Mitgliedern, Bildung eines Ausschusses  samt Kommandantur, sowie für die Einhaltung der Statuten  gewählt. Wenngleich vor diesem Schreiben des Landesausschusses, bereits einige  Männer zur Brandbekämpfung mit diversen Geräten (Stoßspritzen uä.)  zum Einsatz kamen, galt doch das Jahr 1897 als Gründungsjahr der  frewilligen Feuerwehr Längenfeld  1899 stellte die junge Wehr erstmals bei einem Brandeinsatz im Weiler  Huben ihren Mann.  Im Jahre 1900 erfolgte dann die Uniformierung und Ankauf von weiterer  Ausrüstung. Der Mitgliedsstand betrug zu dieser Zeit etwa 50 Mann.  Aufgrund der geografischen Gegebenheiten in Längenfeld wurde 1907 die  Feuerwehr Huben, 1927 der Löschzug Unterried, 1928 der Löschzug Dorf  und 1936 der Löschzug Gries gegründet, welche in weiterer Folge als I.  Zug (Längenfeld), II. Zug (Unterried), III. Zug (Dorf), IV. Zug (Huben) und V.  Zug (Gries) gegliedert waren.   Aufgrund der prekären finanziellen Lage der Gemeinde wurde ein Großteil der Gerätschaften und  Ausrüstungsgegenstände durch Spenden und Festlichkeiten aus eigener Hand finanziert. Aufgrund des  chronischen Geldmangels seitens der Gemeinde konnten auch Besuche des Bezirksfeuerwehrtages  nicht finanziell unterstützt werden.  Nichts desto trotz fanden sich immer einige Florianijünger aus Längenfeld zu den Feuerwehrtage ein,  wenn auch zu Fuß. (Sogar außerhalb de Ötztales wurden Bezirksfeuerwehrtage zu Fuß besucht)  Zu den Einsätzen wurde die Längenfelder Wehr immer  wieder zu Hilfe gerufen, wenngleich die Anfahrt mit  Pferdegespann und zu Fuß zu den Nachbarorten  beschwerlich war und einige Zeit in Anspruch nahm.  In den Jahren 1938 bis 1945 stand die Feuerwehr  Längenfeld vor dem Problem, dass sämtliche männlichen  Einwohner in den Krieg ziehen mussten und hierdurch  der Mannschaftsstand rapide zurück ging. Um die  Einsatzbereitschaft trotzdem gewährleisten zu können,  wurden die Längenfelder Frauen verpflichtet. Diese  mussten sogar bei den Bombenangriffen auf Innsbruck  ausrücken und dort ihren Mann (Frau) stehen.   Neben den Brandeinstätzen die zu dieser Zeit nicht immer glimpflich ausgingen, musste sich die  Feuerwehr auch bei den Hochwasserkatastrophen des Fischbaches sowie der Ötztaler Ache in den  Jahren 1960, 1965 und 1987 profilieren. Durch die steigende Mobilisierung stiegen natürlich auch die  technischen Einsätze, sodass im Jahre 1979 die erste Bergeschere im Ötztal angeschafft wurde.   Aufgrund dieser Tatsache vergrößerte sich das Einsatzgebiet zu dieser Zeit enorm.   Aus der Chronik der Feuerwehr Längenfeld geht hervor, dass erst im Jahre 1928 die  erste Motorspritze  in Dienst gestellt wurde. Aufgrund der immer wieder schwierigen finanziellen Gegebenheiten und der  fehlenden Unterstützung der Gemeinde Längenfeld konnten keine größeren Anschaffungen in den  darauffolgenden Jahren getätigt werden.   Erst im Jahre 1944 wurde für Längenfeld das erste  Einsatzfahrzeug der Marke “Opel Blitz” angeschafft. Durch die  Rettungsabteilung innerhalb der Feuerwehr  wurden viele  Rettungsfahrten mit dem Einsatzfahrzeug durchgeführt. Durch  Spenden konnte 1969 ein weiteres Einsatzfahrzeug angeschaffen  werden. In den folgenden Jahren wurden die weiteren Löschzüge  ebenfalls motorisiert, und jeweils mit einem Fahrzeug bestückt.  Derzeit besteht die Feuerwehr Längenfeld aus vier Löschzügen  mit einem Mannschaftsstand von 182 Mann. Der Fuhrpark besteht  aus 7 Fahrzeugen.  
Letzte Alarmierungen: 28.05.2017, 16:46 Brand im Freien, Oberlängenfeld 22.05.2017, 23:33 Ertrinkungsunfall Gewässer 18.05.2017, 22:11 Brand Bauernhof, Oberlängenfeld